Die Tage werden wieder kürzer und ehe du dich versiehst, wird es während deines Ausrittes immer dunkler. Durch Arbeit, Schule oder andere Verpflichtungen lässt es sich im Herbst und Winter oftmals nicht vermeiden, sein Pferd in der Dämmerung oder sogar ganz ohne Tageslicht zu bewegen. Damit beim Reiten im Dunkeln nichts passiert, solltest du auf reflektierende oder helle Ausrüstungsgegenstände für dich und deinen Vierbeiner zurückgreifen. Wenn du deinen Hund dabeihast, sollte auch dieser so ausgestattet sein, dass er gut zu sehen ist. Wir erklären dir in diesem Beitrag, welche Produkte für ausreichend Sicherheit in der Dunkelheit sorgen und was du sonst noch beim Reiten in der Dunkelheit beachten solltest.
Können Pferde im Dunkeln sehen?
Die Frage „Kann man im Dunkeln reiten?“ können wir mit „Ja“ beantworten. Dein Pferd blickt einem Ausritt in der Dunkelheit wahrscheinlich sogar deutlich entspannter entgegen als du, denn es kann auch bei wenig Licht ganz gut sehen. Der Grund dafür ist das Tapetum lucidum – eine reflektierende Schicht im hinteren Bereich des Auges, die dafür sorgt, dass das einfallende Licht die Netzhaut zweimal passiert. Dadurch wird die Reaktion der Fotorezeptoren verstärkt. Pferde besitzen dreimal so viele Fotorezeptoren wie Menschen und können deshalb auch schwache Lichtreize besser wahrnehmen sowie Kontraste zwischen Hell und Dunkel genauer erkennen.
Dennoch solltest du dein Pferd langsam an die neuen Umstände im Dunkeln gewöhnen, denn die Gefahr, dass es sich erschreckt, ist deutlich höher als bei Tageslicht. Mache deinen Vierbeiner also erst einmal mit dem reflektierenden Equipment wie Stirnlampe, Warnweste oder Decke vertraut und reite eine Route, die dein Pferd bereits kennt. Zudem ist es ratsam, beim ersten Mal nicht gleich in der tiefsten Dunkelheit auszureiten, sondern zunächst in der Dämmerung.
Fühlst du dich nicht wohl im Dunkeln und zuckst selbst bei jedem Geräusch zusammen, ist das Reiten im Dunkeln vielleicht keine gute Idee. Pferde sind sehr sensible Tiere und nehmen schnell wahr, wenn der Reiter Angst hat. Deine Unsicherheit überträgt sich auf deinen Liebling und er wird selbst schreckhafter. Dies hat nicht nur zur Folge, dass der Ausritt keinen Spaß macht, sondern es kann auch zu gefährlichen Situationen für dich und dein Pferd kommen.
Reiten in der Nacht: Das sagt die Straßenverkehrsordnung
Wenn du auf einer öffentlichen Straße reitest, musst du dich an die Straßenverkehrsordnung (StVO) halten. Das bedeutet auch, dass dich die anderen Verkehrsteilnehmer jederzeit gut erkennen können müssen. In § 17 StVO steht folgendes geschrieben: Reiter müssen während der Dämmerung, bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel, Schnee oder Regen ausreichend beleuchtet sein.
Laut § 28 Abs. 2 StVO müssen zur Beleuchtung mindestens verwendet werden:
- Beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht,
- Beim Führen auch nur eines Großtiers oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.
Eine Gruppe aus mehreren Reitern bildet einen Verband, welcher nach § 27 StVO nach vorne durch nicht blendende Leuchten mit weißem Licht und nach hinten durch Leuchten mit rotem Licht oder gelbem Blinklicht kenntlich gemacht werden muss. In diesem Fall ist es also nicht nötig, dass jedes Pferd entsprechend beleuchtet ist.
Die richtige Beleuchtung für Reiter und Pferd
Die Sicherheit für dich und dein Pferd sollte immer an erster Stelle stehen, insbesondere beim Reiten im Dunkeln. Trägst du bei einem nächtlichen Ausritt deine normale Reitbekleidung, wirst du nicht gut oder erst im letzten Moment von Auto- und Radfahrern gesehen. Mit der richtigen Ausrüstung kannst du die Sichtbarkeit von dir und deinem Vierbeiner deutlich erhöhen und schlimme Unfälle vermeiden.
Da in der Dämmerung und nachts weniger Menschen auf den Straßen, insbesondere auf Feldwegen, unterwegs sind, solltest du dir gewisses Sicherheitszubehör zulegen. Unfalltracker wie der Guardian Horse Unfall Tracker sorgen zum Beispiel für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl beim Ausreiten im Dunkeln, da sie einen Reitunfall automatisch erkennen und die Notfallkontakte schnell alarmieren. Wichtig ist dabei nur, dass der Tracker mit deinem Smartphone verbunden ist.
Beleuchtung für den Reiter
Damit du, wie in der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben, ausreichend beleuchtet bist, nutzt du am besten eine Stiefellampe zum Reiten auf der linken Seite. Diese kannst du entweder über den Absatz deines Reitstiefels klicken oder mithilfe eines Gummizuges und Klettverschlüssen am Stiefelschaft befestigen. Achte jedoch darauf, dass die Leuchten auch groß und hell genug sind, sodass sie den nötigen Schutz bieten.
Was sich ebenfalls als praktische und vor allem sichere Lösung beim Reiten im Dunkeln erweist, ist die Warnweste. Hierbei kannst du auf eine handelsübliche Weste in grellem Gelb oder Orange zurückgreifen, wie sie auch im Auto verwendet wird. Wichtig ist jedoch, dass du nicht das Exemplar aus deinem Auto verwendest, sondern dir ein separates Modell zulegst und dieses am besten im Stall verstaust.
Bei der Wahl deiner Jacke solltest du bedenken, dass dich helle und leuchtende Farben besser schützen als dunkle Töne. Das macht es anderen Verkehrsteilnehmer deutlich leichter, dich sowohl auf dem Pferd als auch zu Fuß rechtzeitig zu erkennen. Laguso hat mit dem Modell Sophia eine Daunenjacke auf den Markt gebracht, die in der Farbe Orange erhältlich ist. Zudem ist das Obermaterial wind- und wasserabweisend und die Füllung aus Daunen hält dich bei kalten Temperaturen schön warm.
Es ist außerdem ratsam, eine Helmlampe zum Reiten zu nutzen, damit du selbst gut sehen kannst, was um dich herum geschieht. Hierbei hast du die Möglichkeit, eine Stirnlampe zu benutzen, die sich entweder über deinen Reithelm stülpen lässt oder die mit einem Clip-System ausgestattet ist, mit dem du die Lampe am Schild deines Helms befestigen kannst.
Bist du auf der Suche nach der idealen Bekleidung für das Reiten im Dunkeln, können wir dir die Lumina Linie von Ariat aus der Herbst-/Winterkollektion 2022 empfehlen. Die Fleece- und Steppjacke sowie das langärmelige Trainingsshirt bestehen aus einer reflektierenden Oberfläche, welche für eine bessere Sichtbarkeit in der Dämmerung sorgt. Die Reitleggings und Reithose sind mit reflektierenden Nähten ausgestattet und gewährleisten dadurch ebenfalls mehr Schutz in der Dunkelheit.
Beleuchtung fürs Pferd
Nicht nur dich selbst, sondern auch dein Pferd solltest du mit leuchtenden Farben oder extra dafür vorgesehenen Sicherheitsartikeln fürs Reiten im Dunkeln ausstatten. Am besten eignen sich hierfür reflektierende Gamaschen oder Bänder, die du an den Pferdebeinen befestigen kannst. Vor allem auf stark befahrenen Straßen ist das eine gute Möglichkeit, um von den Autofahrern besser gesehen zu werden.
Hast du keine reflektierenden Produkte parat, solltest du deinen Vierbeiner zumindest mit einer Schabracke, Fliegenhaube und Bandagen in leuchtenden Farben wie Gelb, Orange oder Hellgrün ausstatten. Von Eskadron gibt es zum Beispiel ein Set in der Farbe Banana, mit welchem du nicht nur beim Reiten im Dunkeln besser gesehen wirst, sondern auch die Augen in der Reithalle auf dich ziehen wirst. ;-)
Da kürzere Tage auch meistens mit fallenden Temperaturen einhergehen, kannst du auf eine Ausreitdecke mit reflektierenden Elementen zurückgreifen. So schützt du dein Pferd sowohl vor Kälte als auch vor anderen Verkehrsteilnehmern. Achte darauf, dass die Decke gut passt, damit sie dein Tier nicht in der Bewegung einschränkt. Sie sollte außerdem atmungsaktiv sein und die Feuchtigkeit nach Außen transportieren.
Bist du auf dunklen Wegen ohne Laternen unterwegs, solltest du eine Decke wählen, mit welcher du besonders gut wahrgenommen wirst, wie beispielsweise die Ausreitdecke Reflexion von Pfiff. Reitest du auf besser beleuchteten Straßen, kannst du dich auch für die Bucas Ausreitdecke Riding Rug Freedom mit reflektierenden Streifen entscheiden.
Beleuchtung für den Hund
Wenn du deinen Hund zum Ausreiten im Dunkeln mitnimmst, sollte auch dieser gut sichtbar sein. Der kleine Vierbeiner kann schnell übersehen werden, insbesondere wenn er neben deinem weitaus größeren Pferd herläuft, welchem die anderen Verkehrsteilnehmer die meiste Aufmerksamkeit widmen. Mit einem reflektierenden Hundegeschirr und der passenden Leine sorgst du dafür, dass dein Liebling sicher in der Dunkelheit unterwegs ist.
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Zum ProduktPraktisch sind auch LED-Hundehalsbänder wie beispielsweise das Modell Visible der Marke Nobby. Es besteht aus Silikon und kann ganz einfach per USB aufgeladen werden. Die Laufzeit mit vollem Akku beträgt etwa zwei Stunden. In dem Halsband befinden sich blinkende Leuchtioden, welche dreifach regulierbar sind. Trägt dein Hund das Leuchthalsband, ist er über eine Distanz von 500 Metern gut sichtbar und somit gut vor anderen Verkehrsteilnehmern geschützt.
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